Arbeitsweise

UNIcert® als das Qualitätssiegel versteht sich als dezentrales System. Das heißt

  • Die spezifischen Bedingungen der jeweiligen Hochschule hinsichtlich der Studierenden, der Zielsetzungen und der Arbeitsformen werden in angemessener Weise berücksichtigt.
  • Die jeweiligen Hochschulen können eine auf ihr Profil zugeschnittene Fremdsprachenausbildung, Überprüfung und Zertifizierung von Fremdsprachenkompetenzen entwickeln.
  • Die (Qualitäts)Entwicklung basiert auf der Verantwortung jeder einzelnen Einrichtung gegenüber ihren Studierenden, den anderen Einrichtungen des Verbundes und der Arbeitswelt, die die Absolventen und Absolventinnen der Ausbildung aufnimmt.
  • Alle Lehrenden können sich in die Weiterentwicklung des institutionsübergreifenden Konzepts einbringen.
  • Alle Einrichtungen können die fachlichen Kompetenzen und Synergieeffekte des Netzwerks nutzen (z.B. gemeinsame Projekte, Workshops und Fortbildungsveranstaltungen).

Als UNIcert® 1990 entwickelt wurde, setzte es neue Standards auf dem Gebiet der Fremdsprachenausbildung mit:

  • einem klar strukturierten Stufenmodell, von Anfänger*innen bis zu fachsprachlich bewanderten Sprachexpert*innen, transparent und international vergleichbar,
  • einer umfassenden Ausbildung, in Inhalt und Vermittlung ganz auf die Bedarfe und Bedürfnisse von Studierenden ausgerichtet,
  • der Möglichkeit formaler zeitgebundener Bestätigung aktueller Qualitätsstandards im Bereich Fremdsprachenlehre, von einem unabhängigen Team von Fachleuten kontrolliert/ begleitet.

Seitdem passt sich UNIcert® immer wieder den sich verändernden Rahmenbedingungen der Hochschulen an, entwickelt neue Angebote z.B. im Bereich Herkunftssprachen und der Sprachausbildung in den Philologien und arbeitet  verstärkt mit anderen Akteur*innen der Fremdsprachenausbildung an Hochschulen im In- und Ausland zusammen.

UNIcert® ist dabei als Gesamtpaket zu verstehen, als Instrument zur Qualitätssicherung und -steigerung, insbesondere in weniger häufig unterrichteten Sprachen. Das große Plus ist, dass UNIcert® einen Rahmen bietet, also gemeinsame Mindeststandards, aber gerade auch Möglichkeiten, diesen Rahmen mit Leben zu füllen und eventuell sogar seine Grenzen zu verschieben/weiterzuentwickeln. Akkreditierte Einrichtungen können von diesem Netzwerkcharakter profitieren, die vorhandene Expertise nutzen und sich selbst einbringen.

UNIcert® ist der Ansicht, dass die Sicherung und Steigerung der Qualität im Lehren und Testen von Fremdsprachen an der Hochschule am besten durch Kooperation und Zusammenarbeit zu erreichen ist.

Individuen, Einrichtungen und der gesamte Verbund können voneinander lernen und profitieren, ohne die individuellen Unterschiede und Rahmenbedingungen zu negieren. UNIcert® bietet daher eine Vielzahl von Gestaltungsspielräumen in einem Rahmen von sinnvollen Mindeststandards. Kollegiale Expertise und gemeinsame Weiterentwicklung sind wesentliche Elemente, nicht zentralisierte Prüfungs- oder Zertifikatserstellung. Im Sinne eines Netzwerks ist UNIcert® offen für neue Konzepte und Ideen und entwickelt sich gemeinsam mit seinen Mitgliedern weiter.

Dieses Selbstverständnis gilt auch bei der Begutachtung von Unterlagen akkreditierter Einrichtungen und neuen Konzepten gegenüber.

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