Interkulturalität

Eine UNIcert®-Ausbildung geht über den Erwerb der Sprache hinaus. So kommen hochschulspezifische Arbeitsformen zum Einsatz, die zum Teil fachspezifisch (Abstract, Tabelle, Präsentation, Grafik usw.) und möglicherweise spezifisch im wissenschaftlichen Diskurs des Ziellandes sind.

Aufgabe der UNIcert®-Ausbildung ist es, auch die interkulturellen und soziokulturellen Besonderheiten des Ziellandes/der Zielländer  und die dortigen akademischen wie beruflichen Rahmenbedingungen zu thematisieren. So sollen Studierende befähigt werden, an der fachlichen und gesellschaftlichen Diskussion in der Zielsprache und den Zielsprachenländern teilzuhaben.

Anders ausgedrückt: Lernende sollen in die Lage versetzt werden, die eigenen Absichten in bestimmten Kontexten angemessen zum Ausdruck zu bringen und auch Mittler*innen zwischen Gesprächspartner*innen zu sein. So müssen Studierende in der Lage sein, sowohl zwischen verschiedenen Kommunikationsebenen umschalten zu können als auch Register, Formalität und Komplexität der Sprache den jeweiligen Gesprächspartner*innen anzupassen.

Daher sind interkulturelle und soziolinguistische Kompetenzen unabdingbarer Teil der Ausbildung. Hierzu gehören neben Kontext, authentischen Sprachhandlungen und kommunikativen Sprachkompetenzen auch linguistische, soziolinguistische und pragmatische Kompetenzen wie z.B. die sprachliche Kennzeichnung sozialer Beziehungen, Höflichkeitskonventionen, Registerunterschiede und Diskurskompetenzen.